Kategorie: Reise

  • Tag 13 Nach Süden

    10. Oktober 2026

    Heute geht es auf nach Patagonien. Gegen 17 Uhr startet unser Flug.
    Ich besorge die letzten kleinen Abschiedsgeschenke.
    Und dann geht’s los soweit in den Süden, wie noch nie zuvor in der Familie Glück.

  • Tag 12 Buenos Aires

    9.Oktober 2026

    Heute haben wir geplant das Teatro Colon, den Palaco Barolo und das Museum MALBA zu besichtigen.
    Wir haben leider schon wieder Pech und im Teatro ist heute Lichtprobe und deswegen ein großer Teil der Führung nicht möglich. Wir gehen durch einen langen Straßenzug mit Goldankäufern und Pfandleihern zum Palaco Barolo. Das war das erste Hochhaus Südamerikas.

    Am Obelisken vorbei geht es dann in den reichen Teil von Retiro mit der Fußgängerzone und sehr schönen Einkaufspalästen. Ferdi braucht noch eine zusätzliche warme Schicht für die weitere Reise. Hier ist leider alles genauso teuer, wenn nicht sogar teurer, als bei uns. Aber er findet eine Fleecejacke und ist nun gerüstet für Patagonien.
    Hier ist nämlich Frühling, es ist kühl.

    Und hier ist demnächst Muttertag. Man sieht das spätestens an der Werbung in den Schaufenstern.


    Nach einer kleinen Pause im Kloster geht’s ins MALBA, dem lateinamerikanischen Kunstmuseum. Dort findet gerade eine Frida Kahlo Sonderausstellung statt. Die ist wirklich sehenswert.


    Ferdi – alle nennen in „Fernando“ – und ich sind so herzlich hier bei den Schwestern in Buenos Aires und in Los Toldos aufgenommen und umsorgt und verpflegt worden. Zum Abschied haben wir nochmal Süßigkeiten bekommen. Davon gibts hier wahnsinnig viele… Es ist eine wunderbare, friedliche und freundliche Atmosphäre. Wir können nicht genug danken. Aber wir haben schon ein schönes, kleines Dankeschön. Wir sind gespannt, wie es ankommen wird.

    Morgen räumen wir auf und packen wieder alles in unsere Rucksäcke. Dann geht es nach Patagonien. Ich buche noch eine geführte Tour zum Perito Moreno Gletscher und zu einer kleinen Höhle mit urzeitlichen Wandmalereien und den Bus für die Fahrt nach El Chalten am Montag, den 12. Oktober.

  • Tag 11 Zurück nach Buenos Aires

    8.Oktober 2026

    Frühstück um 6:45 mit den Hermanas Luciana und Rosiana. Muchas Gracias für die herzliche Aufnahme und das gute Essen!!! Die selbstgemachte Limonade aus Cove, Minze und Zitrone wäre ein Hit in Regensburg oder Berlin.
    Unser Bus nach B.A. soll um 8:10 Uhr in Croce 9 Julio abfahren. Wir werden in einem kleinen VW Polo zur Busstation gebracht und es fühlt sich schneller an, als es eigentlich ist. Ich merke, dass ich kleine, alte Autos nicht mehr gewöhnt bin… Überall steht Wasser auf den Wiesen. Es stimmt also: es gibt hier keinen Abfluss.

    Wir stellen fest, dass wir an der falschen Bushaltestelle sind. Wir hatten ein Ticket für die Haltestelle an der Straẞenkreuzung außerhalb. Aber der Bus ist leider kaputt und bis der Ersatz kommt, warten Alle im Busbahnhof. Na sowas.
    Adios, liebe Hermana Timotea aka Tante Sindis!!! Vielen Dank!!!

    Um 9:30 Uhr kommt der Ersatzbus.
    Zurück durch die Pampa mache ich immer das gleiche Foto. Die Landschaft ändert sich über hunderte Kilometer nicht.

    Um etwa 14:00 Uhr sind wir in B.A. Es dauert noch 45 Minuten, um durch den dichten Verkehr zur Endhaltestelle „Retiro“ zu gelangen. Die Gegend, gleich beim Hauptbahnhof ist nicht die beste. Ein Verwandter von Hermana Rosana wurde dort überfallen. Heute erscheint es mir nicht sehr bedrohlich. Aber klar, im Gedränge der Menschen sehen Diebe eine Chance.
    Hier ein paar Bilder von der Fahrt durch B.A. Das bunte Viertel befindet sich zwischen Bahnhof und Busbahnhof.

    Anschließend nehmen wir den Metrobús zu uns. Das dauert nochmals so in etwa 40 Minuten. Um 16 Uhr sind wir dann zurück beim Kloster.
    Da wird gerade in zwei riesigen Töpfen das Essen für die Speisung für Bedürftige gekocht. Die findet jeden Donnerstag um 20 Uhr an einem Platz in der Nähe statt. Es gibt ein großes Helferteam aus Studentinnen, Leuten aus der Gemeinde und natürlich den Schwestern hier.
    Wir helfen mit. Es geht alles ziemlich schnell. Töpfe, Brot, gekochte Eier, Campingtische, Becher verladen wir in einen Kofferraum. Am Platz sind schon viele wartende Leute und weitere Helfer. Man merkt, dass sie eingespielt sind. Alles ist rasch aufgebaut. Ich schaufele Reis mit Churro und Hähnchen in Schalen, die dann von zwei andere Helferinnen an die hungrigen Menschen verteilt werden. Ferdinand hilft bei der Ausgabe von Tee. Die Leute freuen sich und viele bedanken sich persönlich.

    Morgen ist nochmal ein Sightseeing Tag geplant. Ich möchte gerne das Teatro Colón und das MALBA besuchen. Im letzteren sind Bilder von Frida Kahlo.

  • Tag 10 Im Regen in Los Toldos

    7.Oktober 2026

    Es hat fast den ganzen Tag geregnet- 60 Liter pro Quadratmeter. Überall steht Wasser. Wir sitzen am Kamin und unterhalten uns oder lesen ein bisschen. Gegen Abend besuchen wir das benachbarte Kloster der Benediktinermönche.
    Ein sehr gemütlicher Tag.

  • Tag 9 In der Pampa

    7. Oktober 2026

    Heute fahren uns Monica und ihr Sohn Andres ins Seminarhaus bei Los Toldos.
    Es sind schon viele Messi-Fans unterwegs zum Estadio El Monumental, wo am Abend sein letztes Spiel stattfindet. Das ist ein nationales Ereignis.
    Kurz nach Buenos Aires beginnt die Pampa Humida, die keine ursprüngliche Pampa mit Steppengräsern mehr ist. Wegen des fruchtbaren Lössbodens (wie im Gäuboden) ist sie intensiv landwirtschaftlich genutzt. Jetzt im Frühjahr sieht man schon wirklich riesige Weizenfelder. Soja kommt dann später. Der Pestizideinsatz, vor allem Glyphosat, 2,4 D und Atrazin, ist enorm und das Grundwasser überall belastet.
    Europäische Firmen verdienen gut daran…

    Wir halten bei der Wallfahrtskirche in Luján und später an einer großen Salzwasserlagune beim „Rio Salado“. Wir sind nun in einem Teil der Pampa, der „Pampa deprimada“ in der es kaum Gefälle und daher auch kaum Grundwasserabfluss gibt. Durch die Verdunstung sammeln sich die gelösten Mineralien an und Böden und Grundwasser versalzen. Die Böden hier sind nicht für Ackerbau geeignet, aber es gibt viele Kühe und Rinder.
    Die Schwestern im Seminarhaus bei Los Toldos haben Schafe, einen „gefährlichen“ Esel, zwei Hunde und Katzen und Platz für 25 Menschen.
    Die Sonne geht glutrot am Horizont unter. Es ist sehr flach hier.

  • Tag 7 und Tag 8 Buenos Aires

    4. und 5. Oktober 2026

    Ich habe zwei sehr interessante und schöne Tage hier in Buenos Aires verbracht. Wir waren in verschiedenen Stadtvierteln aber haben auch Zeit mit unserer Tante und den Mitschwestern verbringen können. Schwester Lara ist ein riesengroßer Messi-Fan und supertraurig, weil er jetzt aufhört. Überhaupt Messi- der ist omnipräsent. In der ganzen Stadt findet man ihn auf großen Leuchtreklamen und kleinen Kühlschrankmagneten. Buenos Aires ist eine schöne Großstadt. Viele Viertel sind sehr gepflegt und sauber. Die Verwaltung räumt schon gründlich auf, denke ich. Hier ein paar Fotos:

    Palermo

    Unser kleines Kloster

    Centro und San Telmo

    Boca

    Morgen vormittag fahren wir nach Los Toldos. Dort ist das Seminarhaus, das meine Tante leitet. Irgendwo in der argentinischen Pampa knapp 400 km von Buenos Aires. Für Argentinien ist das nicht so weit:-). Heute gibt’s noch bayerischen Kartoffelsalat von Sr. Ursula und dann geht’s zur Milonga am Barrancas del Belgrano in der Glorieta.

  • Tag 6 Von Foz de Iguazu nach Buenos Aires

    3. Oktober 2026

    Heute geht es weiter nach Buenos Aires.
    Ich frage unseren Portier, wie die Gäste üblicherweise zum argentinischen Flughafen kommen. Er antwortet mir, der Transfer koste 200 $Real und wir sollten mit drei Stunden rechnen. Es gibt Taxis mit den nötigen Papieren für Grenzübertritte. Das gibt es bei Uberfahrern nicht.
    Ferdi schaut sich die Preise für die beiden Uber an , die wir brauchen würden. Das wäre kaum günstiger und viel umständlicher. Ich buche bei der Rezeption den Transfer für 12 Uhr mittags. Der Flug geht um 16 Uhr.
    Ich entspanne auf der Terrasse.

    Es gibt hier erstaunlich hohe Hochhäuser, obwohl hier der Baugrund nicht so teuer sein kann. Um die Stadt herum ist viel Platz. Wahrscheinlich ist das einfach beliebt?

    So sieht hier ein ausgewogenes Frühstück aus. Es gibt viel und guten Kuchen.

    Morgen ist Wahl in Brasilien

    Los geht’s

    Wir müssen bei der Ausreise aus Brasilien kaum warten und bei der Einreise nach Argentinien nur etwa 20 Minuten. Es geht durch den Dschungel zum Flughafen. Der ist da nämlich mittendrin.
    Weiter geht die Reise mit einem sehr ruckeligen Flug und wir landen pünktlich.
    Meine Tante holt mich am Flughafen ab. Ich freue mich!!!!


  • Tag 5 Cataratas und Coatis

    2.Oktober 2026

    Um 7:20 werden wir pünktlich von Adriano mit einem Kleinbus aufgesammelt. Drei weitere Touris sind schon im Bus und fünf holen wir noch ab auf der Fahrt zu dem argentinischen Teil der Cataratas del Iguazú. Die Passkontrolle geht recht schnell und wir überqueren den Fluss Paraná, der an der Stelle eine Grenze mit den drei Ländern Paragay, Brasilien und Argentinien markiert.

    Wir schauen uns die Wasserfälle erst von unten an. Der Iguazu führt momentan etwa fünfmal mehr Wasser als sonst um die Zeit. Es gab im Einzugsgebiet in den letzten Tagen starke Regenfälle. Dadurch ist das Wasser auch schlammig und rostfarben.

    Auf dem letzten Bild ist ganz klein ein Vogel im tosenden Wasser, kurz vor dem Wasserfall zu erkennen. Die Art jagt Fische und kann minutenlang in diesen krassen Bedingungen tauchen.

    Der hübsche kleine Schmetterling heißt „Ocho Ocho“, auf deutsch „Acht Acht“ und gehört zu den Wahrzeichen der Wasserfälle. Ich hatte ihn auch auf der Hand!

    Es geht nun zurück nach Brasilien.

    Mittagspause. Wir setzen uns an einen der Tische im Außenbereich der Restaurants bei den brasilianischen Wasserfällen. Direkt am Iguazu hörte man das Donnern der Wasserfälle. Ich möchte mein mitgebrachtes Käsesandwich essen und lege es im Ziplockbeutel verpackt auf den Tisch. Ferdi sieht eine große Eidechse und ich entdecke eine noch größere Echse. Einen schwarzweißen Teju, sagt mir später die KI.

    Da springt ein großes, eigentlich süß aussehendes Tier auf den Tisch, packt mein verpacktes Sandwich und klettert damit auf den nächsten Baum.

    Ob das Coati weiß, wie man Ziplock öffnet?

    Dann schauen wir uns die Cataratas do Iguaçu an. Also die brasilianische Seite.
    Es ist wirklich beeindruckend und nass.
    Am Ende der Tour sind alle begeistert und glücklich.

    Morgen fliegen wir nach Buenos Aires. Der Transfer ist nicht ganz einfach, da es von Foz de Iguazu in Brasilien zur Grenze fahren, dann zu Fuß die Grenze passieren und dann ein weiteres Uber nehmen müssen, um zum Flughafen zu gelangen. Wir rechnen mal mit drei Stunden. Das Abenteuer geht weiter….

  • Tag 4 Transfer nach Iguaçu

    1.10.2026

    Noch ein letztes Frühstück an der Copacabana.

      Packen und auf zum Flughafen.

      Hier seht ihr die Motorradspur zwischen zwei Fahrspuren.
      An den Straßenbäumen sind manchmal Orchideen. Wir erreichen den Flughafen gegen 9:40. Unser Flug soll 12:10 starten. Wir werden ihn nicht verpassen.

      Foz de Iguaçu lebt zu einem großen Teil von der halben Millionen Touristen pro Jahr. Die Cataratas de Iguaçu sind eine Naturwunder, das viele Menschen aus Latainamerika anzieht. https://whc.unesco.org/en/list/303/

      Nach dem einchecken im Hotel in Foz de Iguaçu und einer kurzen Pause, in der ich die Fahrt zu den Cataratas buche, gehen wir zu einem Laden um die Ecke, in dem es das gehypte Açai gibt. Anschließend kaufen wir im Supermarkt ein paar Lebensmittel. Die sind fast so teuer, wie bei uns! Beim Obst entdecke ich die runde, gelbe Frucht, die an Baumstämmen wächst.

      Auf den Bäumen hier wachsen die Kakteen, die Ferdi’s Oma in Stanich am Fensterbrett stehen hatte. Die brauchen eigentlich keine Erde. Interessant.

      Morgen früh um kurz nach 7 Uhr werden wir zur Tour zu den Wasserfällen von Iguaçu abgeholt. Ich freue mich schon sehr!

    1. Tag 3 Surfen, kein Maracana und ein armes Centro

      30.9.2026

      Ferdi steht früh auf und geht surfen. Ich komme etwas später nach zum „Bodysurfen“. Die Straße an der Copa Cabana ist zu manchen Zeiten eine Einbahnstraße. Das heißt, eine der beiden Seiten wechselt die Fahrtrichtung. Interessante Idee, die man vielleicht auch auf der DEZ Brücke anwenden könnte.

      Am Weg zum Strand begegnet mir eine Eislieferung.



      Ich überlege, ob wir nach Buenos Aires nicht einfach gleich nach Costa Rica gehen. 🙂 Es ist soooo schön am Meer.

      Nach einem typisch brasilianischem Mittagessen mit Bohnen und Reis beschließen wir das Maracana-Stadion zu besichtigen.
      Auf der Fahrt dorthin bewundere ich das überall üppige Straßengrün. Aber wahrscheinlich wächst hier einfach immer etwas, wenn keiner was dagegen unternimmt.

      Wir fahren am Sambadrom vorbei und erreichen dann das berühmte Stadion.

      Leider hat es heute noch wegen NFL geschlossen!!!!! Normalerweise kann man das einfach besuchen:-(

      Wir beschließen die Metro ins Zentrum zu nehmen und gehen dann an einer Straße mit Marktständen entlang zu der „Catredal Nova“, der modernen neuen Kathedrale in Rio.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Catedral_Metropolitana_de_São_Sebastião_de_Rio_de_Janeiro


      Im Stadtteil „Centro“ gibt es viele kaputte und verlassene Gebäude. Ich bin irgendwie erschüttert, wie Verfall und neue, moderne Hochhäuser nebeneinander existieren. Weil ich mein Handy lieber in der Hosentasche lasse, gibt es davon wenig Bilder.

      Wieder im Hotel angekommen, bezwingen Ferdi und ich zusammen den grausame GOL-Check-In und sichern den Abflug nach Iguaçu morgen um kurz nach 12 Uhr.