Autor: Martha Glueck

  • Tag 23 An die Magellanstraße

    Dienstag, 20. Oktober 2026

    Wir packen die Rucksäcke und fahren durch die einsame und nun auch windige Landschaft Patagoniens nach Punta Arenas. Das wird unsere letzte Station im Süden Chiles sein.

    Es gibt dort einen großen Friedhof, der unter Denkmalschutz steht und den man besichtigen soll.

    Überall in der Stadt stehen riesige Thujen. Mir war nicht klar, dass die so groß werden können.

    Dann gehe ich an der Küstenpromenade spazieren.

    Morgen schauen wir uns die Pinguinkolonie auf Santa Magdalena an.

  • Tag 22 Ausruhen in Puerto Natales

    Montag, 19. Oktober 2026

    Puerto Natales ist eine charmante, Stadt. Sie hat sich ihre bewahrt, obwohl die Haupteinnahmequelle inzwischen der Tourismus (45% ) und Aquakultur (30%) sind.

    Die Häuser sind alle klein, ein bis zweistöckig und bunt. Die Stromkabel sind sehr ordentlich oberirdisch installiert. Es gibt Radwege und in der ganzen Stadt ein Einbahnstraßensystem. Alles ist quadratisch, praktisch, gut. Man wird auf der Straße gegrüßt.
    Auch für Tsunamis ist vorgesorgt. Es existiert wohl ein Warnsystem. Jedenfalls gibt es Schilder, die mich das vermuten lassen.
    Ich gehe in zwei Märkte mit lokaler Handwerkskunst und spaziere durch die Straßen.

    Es bleibt noch Zeit um die weitere Reise im Detail zu planen.
    Am Abend sind wir dann in einem netten Lokal in dem es King Crabs gibt.


    Die Pie mit den Königskrabben wurde sehr dekorativ serviert. Das Feuerchen wollte aber nicht ausgehen.

    Ein schöner, gemütlicher Tag. Genau das Richtige, nach einer langen, anstrengenden Wanderung.
    Morgen geht’s dann weiter nach Punta Arenas.

  • Tag 21 Base de los Torres

    Tag 21 Base de los Torres

    Sonntag, 18.10.2026

    Heute machen wir die beliebte Tageswanderung zur Base de Los Torres. Laut Beschreibung sollen es 20 km und 900 Höhenmeter zu den blauen Bergsee mit den ikonischen Granitblöcken darüber sein.

    Die Anfahrt klappt trotz einer Umleitung gut und wir starten mit der Wanderung um 9:30Uhr. Man soll sie spätestens um 10 Uhr beginnen.

    Der Weg steigt sanft an, bis zum letzten Teil der etwas steiler ist, aber auch gut machbar. Man kann ganz gut vulkanische Gesteine erkennen. Und es gibt Schluchten, kleine Wasserfälle und beeindruckend alte Buchenwälder.

    Es ist viel los am Bergsee und alle Leute machen dasselbe Foto für Instagram.
    Schön ist es hier trotzdem.
    Es geht wieder runter und bei den letzten Kilometern geht‘s mir nicht so gut. Die Strecke ist einfach 4 Kilometer zu lange.


    Nach einer Pause im Restaurant/Shop und einer netten Unterhaltung mit einem Paar aus Washington DC, die Frau ist ursprünglich aus Budapest, fahre ich die 130 km zurück nach Puerto Natales.

    Ich weiß nicht, ob ich diese Wanderung wirklich empfehlen kann. Mir war es zu voll und zu wenig abwechslungsreich im Vergleich zur Strecke von Rio Electrico zur Laguna de los Tres und dann nach El Chalten. https://glueckunterwegs.eu/tag-17-laguna-los-tres/

    Morgen werde ich Puerto Natales erkunden und es muss mal wieder gewaschen werden.

  • Tag 20 Torres del Paine

    17. Oktober 2026

    Wir holen das Mietauto. Die Entfernung zum Nationalpark Torres del Paine ist etwa 140 km. Puerto Natales ist die nächstgelegene Stadt. Busse dorthin kosten auch ziemlich viel.
    Das Auto ist größer als gebucht. Aber wir nehmen es gerne.

    Wir fahren über sehr schlechte Straßen und eigentlich bessere Schotterpisten. Die Landschaft wird immer atemberaubender.

    Wir machen eine kleine Wanderung zum Mirador Ferrier.
    Auf dem letzten Bild sind Nandus. Aber man erkennt sie nicht. Das sind wirklich lustige, kleine Strauße.
    Die Route zurück ins Hostal ist in einem recht guten Zustand.
    Die Landschaft außerhalb des Nationalparks ist offen und weit. Patagonien, wie soll ich das beschreiben…

    Morgen wollen die lange Wanderung zur Base de Los Torres machen.

  • Tag 19 Von El Chalten nach Puerto Natales

    Freitag, 16. Oktober 2026

    Heute geht es mit dem Bus nach 🇨🇱 Chile. Um 8 Uhr fährt er in El Chalten los und wir sollen um 11:40 in El Calafate sein. Die Tickets dafür habe ich bei der Onlineplattform Busbud gekauft. Es zeigt mir in der App alles richtig an, auf den Tickets steht aber zweimal Ferdi. Aber das ist dann kein Problem. Wir fahren pünktlich los, durch diese endlose Weite und sind kurz for 11 Uhr in El Calafate. Dort startet dann der „Anschlussbus“ nach Puerto Natales um 11:45 Uhr.

    Die kleinen Häuschen sieht man oft am Straßenrand. Ich denke sie sind zu Ehren von Maria.


    Ich kaufe die Tickets noch Puerto Natales am Schalter und werde darauf hingewiesen, online die Einfuhrerklärung für Chile zu erledigen.
    Die funktioniert sehr hakelig UND wir merken, dass wir unsere Vorräte nicht einführen dürfen. Obst, Gewürze, tierische Produkte, nichts ist erlaubt.
    Ferdi und ich essen alle Bananen. Und lassen die eben erst gekauften Gewürze zurück.


    Wir fahren los. Starlink versorgt den Bus mit WLAN. Orte heißen in Argentinien „9.Juli“ oder „29.November“. Merkwürdig. 🤨

    Wir passieren nach etwa sechs Stunden Fahrt die argentinische Grenze, bei der alle Passagiere aussteigen und zur Passkontrolle gehen und dann ein paar Kilometer weiter halten wir an der chilenischen Grenzstation. Wieder müssen alle Passagiere aussteigen und diesmal ihr gesamtes Gepäck mitnehmen.
    Wir stehen in der Schlange und sehen, dass die Rucksäcke der Mitreisenden sehr genau kontrolliert werden. Da wird kein Apfel versehentlich eingeführt.
    Bei der Passkontrolle wird gefragt, wo wir hinreisen wollen, welches Hotel wir gebucht haben und wie lange wir in Chile bleiben wollen. Gerne berichte ich von meinen Plänen für Chile. Die Zöllnerin ist sehr freundlich und meint, dass die Atacamawüste grandios sei. Sie würde gerne mal wieder dorthin reisen.

    Kurz darauf sind wir In Puerto Natales.

    Nach dem Check-In macht Ferdi den ersten Schritt bei der Vorbereitung des Mate -Bechers. Das ist dann ein Extra-Blogbeitrag 🙂

    Die Stadt besteht aus vielen kleinen Häusern und hat einen großen Charme.
    Wir gehen zum Meer. Es ist eine schöne Stimmung beim Sonnenuntergang.

    Dann geht‘s noch zum Abendessen ins Café Kaiken. Die Chupe de Marisco schmeckt hervorragend.

  • Tag 18 Eine kleine Wanderung und Calafate-Eis

    15. Oktober 2026

    Nach fast 50 km in zwei Tagen nehmen wir uns heute nur eine einfache Turnschuh-Runde mit 7 km vor und haben viel Zeit zum planen, Mietauto buchen, Flug umbuchen… und zum entspannen.

    Die Wanderung führt zum Mirador les Condores und zum Mirador des Aguilas, zwei schönen Aussichtspunkten nicht weit vom Ortsausgang.

    Später probieren wir in der Heladeria, der Eisdiele, gleich nebenan ein Calafate-Eis. Das wird aus den Beeren des Calafatestrauches gemacht, der hier heimisch. Schmeckt ein bisschen wie Johannisbeere mit Schoko und ist wirklich sehr gut. Muy rico 🙂

    Morgen um 8 Uhr fahren wir mit dem Bus nach Chile, nach Puerto Natales. Das soll unser Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark „Torres del Paine“ sein.

  • Tag 17 Laguna de los Tres

    14.Oktober 2026

    Heute unternehmen wir DIE Wanderung. 23km und etwas mehr als 1000 Höhenmeter. Laguna de Los Tres. Der Klassiker.
    Wir haben einen Shuttle zum Ausgangspunkt am Rio Elektrico bestellt. Um 8 Uhr werden wir am Hostel abgeholt. Es geht dann so 20 Minuten in einem kleinen Offroad-Bus zum Anfang der beliebten Strecke.

    Wir wandern das breite Flussbett des Rio Bianco hinauf und dann erreichen den Anfang der Bergkette. Durch einen uralten Wald geht es weiter. Der Aufstieg zur Laguna de los tres ist dann sehr lang und steil. Aber es lohnt sich wirklich!!!

    Das Hostel ist echt schön, aber das WLAN taugt nichts. Deswegen gibt es gerade nicht mehr Bilder.

    Hier kommen nachträglich noch Fotos:

  • Tag 16 Laguna Torre

    13. Oktober 2026

    Tolle Wanderung. 20 km. Müde aber glücklich.

  • Tag 15 Fahrt nach El Chalten

    12.Oktober 2026

    Heute Nachmittag geht es weiter nach El Chalten, dem Bergsteiger-Mekka in Argentinien. Am Vormittag hatte ich eigentlich ein bisschen Sightseeing in El Calafate geplant. Das läuft ein wenig anders, als gedacht denn ich habe gestern meine schöne Kleen Kanteen Edelstahlflasche aus Göteborg im Auto vergessen. Die hole ich nach dem packen des Rucksacks in einem Viertel am Rande des Ortes ab. Es ist ein bisschen mehr als eine halbe Stunde vom Hostel entfernt, in einem Gewebegebiet. Viele Straßenhunde liegen rum oder begleiten mich ein wenig. Aber nur der Schäferhund am Gelände der Firma, bei der meine Flasche ist, der ist echt unangenehm. Am Ende klappt Alles. Ich habe meine Flasche und laufe zurück.
    im Zentrum gibt’s dann noch in einem netten, kleinen Restaurant eine Stärkung.

    Um 15 Uhr geht unser Bus nach El Chalten. Die Landschaft ist unglaublich.
    Es lässt sich aber gerade kein Bild mehr hochladen.

    El Chalten ist zum Bergsteigen und Wandern gegründet worden und ist die jüngste Stadt Argentiniens. Heute hat sie 46. Geburtstag.
    Morgen früh wandern wir dann Zum Cerro Torre. Eine klassische Tour hier.


  • Tag 14 El Calafate, El Condor und ein großer Gletscher

    11.Oktober 2026

    Der Wecker geht um 6:30 Uhr. Ich geh zum Frühstücken in unserem Hostel „America del Sur“ und seh zum ersten Mal den Lago Argentino und die Berge. Bei der Ankunft gestern war es ja schon dunkel. Wunderschön ist’s hier.
    Das Frühstück ist sehr einfach aber ok.
    Um 7:30 werden wir abgeholt. Ich habe eine Tour gebucht, die erst über eine wenig befahrene Route zu einer steinzeitlichen Felsmalerei und dann zum Perito Moreno Gletscher geht.

    Überraschenderweise haben wir eine private Tour. Es hat sich irgendwie so ergeben.
    Wir fahren über eine Schotterpiste, der Ruta Provencial 15 Richtung Lago Roca.
    Die Landschaft ist offen und kaum besiedelt. Überall sind Weidezäune und ein paar wollige Kühe oder Schafe zu sehen. Ich fotografiere einen blühenden Calafate-Strauch, der der Stadt den Namen gibt.

    Es gibt hier viele, große Raubvögel wie Caracaras, Falken, Bussarde. Und Gänse, bei denen die Weibchen vorwiegend weiß und die Männchen schwarz sind. Wir sehen auf einer Schafweide eine große Ansammlung von Raubvögeln. Einige fliegen hoch. Es sind Andenkondore!!! Unsere Guide ist begeistert, das gibt es nicht so häufig. Auf der Wiese ist ein totes Schaf und eine Schar von Aasfressern freut sich über das Frühstück.

    Kurz darauf läuft ein Stinktier über die Straße. Die Felsmalerei ist nicht so beeindruckend. Aber die Bäume und die Flechten und „Chinese Lanterns“ sind schön und die Landschaft ist unglaublich beeindruckend.

    Leider ist die Verständigung mit unserer Reiseleitung schlecht. Ich verstehe nicht, wieso eine Person, die kaum englisch spricht, für eine private Tour eingeplant ist. Es ist schade, weil wir merken, dass Sie eigentlich viel über Flora und Fauna und die Geschichte der Gegend erzählen möchte.
    An einem See sehen wir zwei 🦩
    Flamingos und dann noch Guanacos. Leider sind die meisten Tiere zu weit weg für ein gutes Foto mit dem iPhone. Da braucht man schon ein ordentliches Objektiv mit Zoom.

    Wir erreichen den geht berühmten Perito Moreno Gletscher.



    Zurück in El Calafate kaufen wir im Supermarkt fürs Abendessen ein und laufen zum Hostel zurück. Wir lernen Lara aus München kennen und George aus London. Und wir vermissen Berry aus Quebec, den wir schon im Bus vom Airport getroffen haben Er ist wohl nach El Chalten weitergezogen. Cheers❤️

    Wir buchen ebenfalls eine Unterkunft in El Chalten. Dorthin fahren wir dann morgen mit dem Bus. 🚌