Tag 31 -34 Tour zur großen Salzwüste

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28.-31. Oktober

Wir sind auf Tour mit Jeep durch unglaubliche Landschaft.

Die Route im Überblick

Tag 1
San Pedro → Laguna Blanca & Verde → Dali-Wüste → Thermen Polques → Geysire Sol de Mañana → Laguna Colorada
2.410 – 4.850 m
Übernachtung in Villamar (3.800 m)


Tag 2

Cañón de la Anaconda →→ Mittagessen im „Lamatal“ San Augustin -> Geisterstadt Julaca → Copa del Mundo → Laguna Catal → Sonnenuntergang in der Salzwüste
3.800 – 4.300 m
Übernachtung im Salzhotel in Colcha K 3.600 m


Tag 3

Sonnenaufgang am Salar de Uyuni auf Incahuasi-Insel → Fotos → Colchani → Zugfriedhof → abends zurück nach Villamar (selbes Dorf wie in erster Nacht)
3.600 – 3.800 m
Villamar (3.800 m)


Tag 4

Rückfahrt durchs Hochland → Grenzübergang Hito Cajón → San Pedro de Atacama

Rückkehr ca 13:30 Uhr
2.410 – 4.400 m


Tag 31 und Tag 1 der Uyuni Tour,

Mittwoch, 28.Oktober

Wir werden um kurz nach sechs Uhr abgeholt und stehen dann fast zwei Stunden, weil die Grenze nicht offen ist.
Mit dabei sind zwei befreundete Ärzte aus Spanien, Edu und Sara. Sara macht einen Teil ihrer Facharztausbildung in Santiago. Dazu kommt ein Paar aus Portsmouth, Declan ist Brite, aber America (so heißt sie wirklich) ist eigentlich aus Santiago.
Wir verstehen uns gut.



Die Passtrasse wird dann glücklicherweise freigegeben und wir passieren alle Checks bei Zoll und Personenkontrolle von Chile und Bolivien ohne Probleme an der Grenze bei Hito Cajón (rund 4.400 m)

Wir laden um in den Jeep

Und los geht’s durch beeindruckende Berge, die Vulkane ringsum sind nun ganz nah, zur Laguna Blanca. Sie ist blanca = weiß, weil sie einen hohen Borax-Gehalt hat. Das wird hier in der Gegend auch abgebaut.

Der nächste Bergsee, die Laguna Verde enthält Arsen. Dort sehen wir auch keine Flamingos. Das muss wohl von Generation zu Generation weitergegeben werden. Oder wird den Tieren davon erst einmal übel?

Wir vor Laguna Verde und vor dem Vulkan Licancabur:

Es kommt ein krasser Eindruck nach dem anderen: die Dali-Wüste wirkt wie ein Gemälde. Auf dem Bild kommt das leider nicht so rüber.

Und in den Thermalquellen von Polques können wir bei dampfender Bergluft tatsächlich baden.


Aber da beeindruckendste sind die Geysire von Sol de Mañana – mit knapp 4.850 m der höchste Punkt der gesamten Reise. Blubbernde Schlammtöpfe, Schwefeldämpfe, karge Mondlandschaft.


Dann geht es weiter zur Laguna Colorada mit tausenden Flamingos.


Die Toilettenspülung ist geschickt gelöst.

Wir fahren Richtung Hotel. Ich merke die Höhe, trotz der Akklimatisation in San Pedro. Mir ist ziemlich übel. 🤢

Übernachtet wird im Dorf Villamar auf 3.800 m. Die Zimmer sind recht ordentlich, aber nicht beheizt und echt eiskalt. Gut, dass wir unsere Schlafsäcke dabei haben.
Ich gehe sofort schlafen.


Tag 32 und Tag 2 der Uyuni Tour

Donnerstag , 29. Oktober

Ich habe zwar ganz gut geschlafen, fühle mich aber schlapp und habe einen schlechten Blutsauerstoffwert. Die beiden Ärzte aus Galizien haben Medikamente dabei, die sie selber zur besseren Höhenanpassung schon seit zwei Tagen vor Beginn der Tour nehmen und geben mir ein paar Tabletten ab. Der Tourguide lässt mich 2 Minuten lang Sauerstoff von der Flasche atmen. Mehr ist nicht gut, meint er. Mehr Sauerstoff gäbe es nur, wenn es wirklich schlecht gehe. Und ich fühle mich auch schon wieder ganz OK.
Das erste Ziel heute ist der Cañón de la Anaconda. Auf dem Weg fahren wir an abgegrenzten Feldern mit Fähnchen drauf vorbei. Man kann noch keine Pflanzen erkennen. Auf der trockenen und kalten Hochebene in Bolivien finden sich ideale Bedingungen für Quinoa. Der ist inzwischen weltweit beliebt. DerAnbau wird ausgeweitet.

Die nächste Gegend, in die uns unser Fahrer und Tourguide Wilson bringt, ist das Tal „San Augustin“. Dort gibt’s dann Mittagessen. Ich nenn das Tal „Lamatal“. Es gibt dort sehr viele Lamas und sie sind einfach zu nett. Das Tal ist für mich genau das, was ich mir unter Bolivien vorstelle.
Dazu haben wir auch das Glück, Suris zu sehen. Dass sind kleine Strauße. Ich hab versucht sie zu fotografieren und zwar auf dem ersten der Bilder hier:

Nach dem Mittagessen geht’s zur Geisterstadt Julaca, die mich nicht recht beeindruckt hat. Jedenfalls gibt’s bei mir keine Fotos davon.
Aber auf der Fahrt dorthin, sind wir um ersten Mal in einer „Saltflat“.

Nach der Geisterstadt fahren wir Richtung Salzhotel. Wilson fragt uns, ob wir schon recht müde seien, oder noch Kraft für eine Überraschung hätten. Wir haben noch Power. Und wir fahren zum Sonnenuntergang in die Uyuni Saltflat!!!!!
Diese Salzpfanne ist riesig groß. Der Wind weht mächtig. Alle sind begeistert bis euphorisch.

Erdnüsse bei diesem Wind mit dem Mund auffangen ist nicht ganz einfach. Edu hat’s schon hinbekommen, jetzt auch Ferdi .

Danach Abendessen im Salzhotel. Die Wände sind aus Blöcken der Salzpfanne gebaut. Es ist wirklich recht nett alles. Aber ich hab vergessen Fotos zu machen.

Tag 33 und Tag 3 der Uyuni Tour,

Freitag 30. Oktober

Der Wecker geht um 4 Uhr. Ich habe abends schon fast alles gepackt. Um 4:20 Uhr sollen die Rucksäcke am Jeep sein. Wir wollen vor Sonnenaufgang die Isla Incahuasi erreichen. Ich kann nur sagen, es lohnt sich!

Nach dem Frühstück mit Kuchen und bolivianischen Spatzen machen wir Spaß-Fotos in der weiten Ebene der Salzpfanne. Übrigens: zu den Lithiumminen kann man nicht fahren, denn die sind wohl abgesperrt und militärisch gesichert. Sagt jedenfalls unser Guide. Ich schaue mir auf jeden Fall den Dokumentarfilm „Material Prima“ zu dem Thema von Jens Schanze demnächst an.
https://de.materiaprimafilm.net


Hier ein Ausschnitt unserer künstlerischen Arbeit:

Anschließend fahren wir zum ersten Salzhotel, dann in ein Dorf mit Souvenirläden und kleinen Ausstellungen über die Salzgewinnung und dann geht es zum Zugfriedhof.

Gegen Mittag erreichen wir die Stadt Uyuni. Etwa 35 üüü Menschen leben dort.

Nach dem Mittagessen füllen wir im Büro des Touranbiezers „Sajama“ die Formulare für die Ausreise aus Bolivien und die Einreise nach Chile aus. Wir schenken sicherheitshalber unsere Gewürze der Angestellten.
Ich hätte sie deklarieren können. Ich hab sie ja in Xhile gekauft. Aber drei kleine Tüten Paprika, Pfeffer und Oregano sind es nicht wert, El Ende nochmal länger an der kalten Grenzstation zu warten.

wir verabschieden uns von unserem Fahrer Wilson. Er kennt die Pisten wirklich sehr gut. 👍

Dann geht’s einem anderen Fahrer, er heißt „Rem“, zurück Richtung San Pedro. Wir übernachte in Villamar. Da waren wir auch schon in der ersten Nacht.

Tag 34 und Tag 4 der Uyuni Tour,

Samstag 31. Oktober

Es geht um 4:30 ohne Frühstück los, durchs Hochland, vorbei an einer Borax-Mine und schöner Landschaft, die wir von der Hinfahrt kennen. Es ist eiskalt im Jeep..

kurz vor 8 Uhr sehen wir eine ganze Reihe Flamingos im Flussbett. Sie stehen in der warmen Strömung aus den Thermen von Polques.
wir machen halt und es gibt ein eher spartanisches Frühstück. Erst nach hartnäckigem nachfragen bekommt jeder ein Messer , ein Teller bekomme nur ich (wegen meiners Alters?), die anderen nehmen Ihre Untertassen, um Brote zu schmieren.

Danach fahren wir nochmals vorbei an Dali-Wüste zur Grenze Hito Cajón auf 4600 m, Das zieht sich über eineinhalb Stunden und mehrere Stationen : erst Ausreise Bolivien , dann Zoll Bolivien, dann Einreise Chile, Passkontrolle, dann Zollkontrolle und Erhalt von PDI.
Es klappt und niemand aus unserer Reisegruppe muss in Bolivien bleiben.
Wir wechseln wieder von Jeep in den Bus und erreichen gegen 13 Uhr San Pedro.
Im Casa Voyage dürfen wir uns duschen, umziehen und können ein bisschen entspannen. Vielen Dank !!! 🤩 ihr seid großartig 👏

Die letzten Tage waren voller Eindrücke, eine unvergessliche Tour! Ich kann sie wirklich empfehlen.

Dann geht es zum Abendessen in die Via Caracoles mit viel Halloween und anschließend mit dem Nachtbus nach Arica.

Kommentare

2 Kommentare zu „Tag 31 -34 Tour zur großen Salzwüste“

  1. Avatar von Tina
    Tina

    Das sieht echt Hammer aus! 🤩

    1. Avatar von Martha Glueck
      Martha Glueck

      Das ist es auch 🤩

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